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exxtra24 Investigative

AsbestDie Causa Burgenland

31 Jahre. Tausende Tonnen. Unzählige Fragen.

Bereits 1994 wurden Asbestfasern in burgenländischem Schotter dokumentiert. Jahrzehntelang wurde in den Steinbrüchen der Region weiter abgebaut. Ende 2025 folgten die Stilllegungen. Doch die Fragen nach Wissen, Entscheidungen und Verantwortung sind bis heute nicht abschließend beantwortet.

Die Entstehung der Recherche

Wie alles begann

Eine Recherche. Erste Veröffentlichungen. Vertrauliche Hinweise. Und immer neue Fragen.

Eine Recherche, die immer größere Kreise zog

Es begann mit Berichten über Asbest im Burgenland. Doch was danach geschah, gab der Recherche eine neue Dimension.

Als exxtra24 begann, sich intensiver mit der Asbest-Causa im Burgenland zu beschäftigen und erste Berichte zu veröffentlichen, ahnten wir noch nicht, wie viele Fragen sich daraus ergeben würden.

Nach den ersten Veröffentlichungen meldeten sich Menschen bei unserer Redaktion. Menschen, die Informationen hatten. Menschen, die Unterlagen kannten. Und Menschen, die uns von Vorgängen berichteten, die bislang nicht öffentlich geworden waren.

Porträt eines Autors der exxtra24-Investigativredaktion
Porträt eines Autors der exxtra24-Investigativredaktion
Recherchematerial zur Asbest-Causa: Aktenordner, ZFE-Graz-Laborbefund, Ministeriumsschreiben von 1995, Gesteinsprobe und Karte

Einige wollten reden. Andere wollten vor allem eines: ihre Identität schützen.

Immer wieder hörten wir sinngemäß denselben Satz:

Es haben schon so viele versucht, die offensichtlichen Ungereimtheiten aufzudecken. Aber bisher ist es niemandem wirklich gelungen.“
Sinngemäße Wiedergabe. Eine Aussage, die in ähnlicher Form wiederholt an die Redaktion herangetragen wurde. Kein wörtlich verifiziertes Zitat einer identifizierten Person.

Wir hörten zu. Wir fragten nach. Wir begannen, Dokumente zusammenzutragen und Aussagen mit behördlichen Unterlagen, Gutachten und anderen Quellen abzugleichen.

Mit jedem neuen Dokument wurde deutlicher, wie weit die Vorgeschichte zurückreicht.

Ein Laborbefund aus dem Jahr 1994. Ein Schreiben des Umweltministeriums aus dem Jahr 1995. Spätere Gutachten, Entscheidungen und Verfahren. Und schließlich die Stilllegung von vier Steinbrüchen Ende 2025.

Was zunächst wie eine aktuelle Umweltgeschichte erschien, entwickelte sich zu einer Recherche über Jahrzehnte behördlichen Wissens, wirtschaftliche Interessen, politische Verantwortung und offene Fragen zum Umgang mit asbesthaltigem Gestein.

Dabei mussten wir immer wieder feststellen, dass nicht jede Behauptung belegbar war. Manche Informationen ließen sich durch Dokumente bestätigen. Andere blieben widersprüchlich oder offen.

Gerade deshalb recherchieren wir weiter.

Aus Berichten wurde ein Buch. Aus einer Recherche ein langfristiges Projekt.

Mit ASBEST – DIE CAUSA BURGENLAND dokumentieren wir die bisherigen Erkenntnisse, rekonstruieren Entscheidungen und gehen der Frage nach, was bekannt war, welche Maßnahmen getroffen wurden und welche Verantwortung sich daraus ableiten lässt.

Aber dieses Buch ist nicht das Ende unserer Arbeit.

Wir sind überzeugt, dass noch nicht alle relevanten Unterlagen vorliegen und nicht alle Fragen beantwortet sind.

Vielleicht besitzen auch Sie Informationen, die helfen können, ein weiteres Stück dieser Geschichte aufzuklären.

Wir sind an überprüfbaren Hinweisen, Dokumenten und Aussagen interessiert. Für besonders sensible Informationen soll ein gesonderter, geschützter Kontaktweg zur Verfügung stehen.

Die Recherche geht weiter.

Markus Posset und Rafael Haslauer
exxtra24 Investigativredaktion

Hinweise erreichen die Redaktion über das reguläre Kontaktformular. Ein spezialisiertes anonymes Hinweisgebersystem steht derzeit nicht zur Verfügung.

Die Akte in vier Zahlen

1994

Früher vorliegender Laborbefund aus Graz

1995

Schreiben des Umweltministeriums zum asbesthaltigen Schotter

4

Serpentinit-Steinbrüche Ende 2025 stillgelegt

2026

Gutachten, Behördenentscheidungen und anhaltende Auseinandersetzungen

Die Geschichte hinter der Causa

Was wusste man? Und seit wann?

Die Causa beginnt nicht mit der Schließung der Steinbrüche im Dezember 2025. Ihre Vorgeschichte reicht Jahrzehnte zurück. Laborbefunde, ministerielle Schreiben, Gerichtsverfahren und Gutachten dokumentieren, dass das Thema Asbest schon lange vor den jüngsten Maßnahmen bekannt war.

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Symbolbild

Chronologie

Drei Jahrzehnte. Eine offene Geschichte.

  1. 1994

    Laborbefund aus Graz mit Nachweisen von Asbestfasern.

  2. 1995

    Das österreichische Umweltministerium befasst sich schriftlich mit asbesthaltigem Schotter.

  3. 1999

    Verwaltungsgerichtliches Verfahren zur Asphaltmischanlage im Tauchental.

  4. bis 2026

    Vier weitere Stationen: vom Rückruf asbesthaltigen Streusplitts bis zu den Stilllegungen und neuen Gutachten.

Wir recherchieren weiter

Haben Sie Informationen zur Asbest-Causa?

Hinweise zu Steinbrüchen, Lieferwegen, Schotter oder behördlichen Entscheidungen können helfen, offene Fragen zu klären. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular.

exxtra24

News weiter gedacht.

ASBEST – Die Causa Burgenland

Ein Investigativprojekt von exxtra24.

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