Bereits 1994 wurden Asbestfasern in burgenländischem Schotter dokumentiert. Jahrzehntelang wurde in den Steinbrüchen der Region weiter abgebaut. Ende 2025 folgten die Stilllegungen. Doch die Fragen nach Wissen, Entscheidungen und Verantwortung sind bis heute nicht abschließend beantwortet.
Die Entstehung der Recherche
Wie alles begann
Eine Recherche. Erste Veröffentlichungen. Vertrauliche Hinweise. Und immer neue Fragen.
Eine Recherche, die immer größere Kreise zog
Es begann mit Berichten über Asbest im Burgenland. Doch was danach geschah, gab der Recherche eine neue Dimension.
Als exxtra24 begann, sich intensiver mit der Asbest-Causa im Burgenland zu beschäftigen und erste Berichte zu veröffentlichen, ahnten wir noch nicht, wie viele Fragen sich daraus ergeben würden.
Nach den ersten Veröffentlichungen meldeten sich Menschen bei unserer Redaktion. Menschen, die Informationen hatten. Menschen, die Unterlagen kannten. Und Menschen, die uns von Vorgängen berichteten, die bislang nicht öffentlich geworden waren.
Einige wollten reden. Andere wollten vor allem eines: ihre Identität schützen.
Immer wieder hörten wir sinngemäß denselben Satz:
„
Es haben schon so viele versucht, die offensichtlichen Ungereimtheiten aufzudecken. Aber bisher ist es niemandem wirklich gelungen.“
Sinngemäße Wiedergabe. Eine Aussage, die in ähnlicher Form wiederholt an die Redaktion herangetragen wurde. Kein wörtlich verifiziertes Zitat einer identifizierten Person.
Wir hörten zu. Wir fragten nach. Wir begannen, Dokumente zusammenzutragen und Aussagen mit behördlichen Unterlagen, Gutachten und anderen Quellen abzugleichen.
Mit jedem neuen Dokument wurde deutlicher, wie weit die Vorgeschichte zurückreicht.
Ein Laborbefund aus dem Jahr 1994. Ein Schreiben des Umweltministeriums aus dem Jahr 1995. Spätere Gutachten, Entscheidungen und Verfahren. Und schließlich die Stilllegung von vier Steinbrüchen Ende 2025.
Was zunächst wie eine aktuelle Umweltgeschichte erschien, entwickelte sich zu einer Recherche über Jahrzehnte behördlichen Wissens, wirtschaftliche Interessen, politische Verantwortung und offene Fragen zum Umgang mit asbesthaltigem Gestein.
Dabei mussten wir immer wieder feststellen, dass nicht jede Behauptung belegbar war. Manche Informationen ließen sich durch Dokumente bestätigen. Andere blieben widersprüchlich oder offen.
Gerade deshalb recherchieren wir weiter.
Aus Berichten wurde ein Buch. Aus einer Recherche ein langfristiges Projekt.
Mit ASBEST – DIE CAUSA BURGENLAND dokumentieren wir die bisherigen Erkenntnisse, rekonstruieren Entscheidungen und gehen der Frage nach, was bekannt war, welche Maßnahmen getroffen wurden und welche Verantwortung sich daraus ableiten lässt.
Aber dieses Buch ist nicht das Ende unserer Arbeit.
Wir sind überzeugt, dass noch nicht alle relevanten Unterlagen vorliegen und nicht alle Fragen beantwortet sind.
Vielleicht besitzen auch Sie Informationen, die helfen können, ein weiteres Stück dieser Geschichte aufzuklären.
Wir sind an überprüfbaren Hinweisen, Dokumenten und Aussagen interessiert. Für besonders sensible Informationen soll ein gesonderter, geschützter Kontaktweg zur Verfügung stehen.
Die Recherche geht weiter.
Markus Posset und Rafael Haslauer exxtra24 Investigativredaktion
Hinweise erreichen die Redaktion über das reguläre Kontaktformular. Ein spezialisiertes anonymes Hinweisgebersystem steht derzeit nicht zur Verfügung.
Die Akte in vier Zahlen
1994
Früher vorliegender Laborbefund aus Graz
1995
Schreiben des Umweltministeriums zum asbesthaltigen Schotter
4
Serpentinit-Steinbrüche Ende 2025 stillgelegt
2026
Gutachten, Behördenentscheidungen und anhaltende Auseinandersetzungen
Die Geschichte hinter der Causa
Was wusste man? Und seit wann?
Die Causa beginnt nicht mit der Schließung der Steinbrüche im Dezember 2025. Ihre Vorgeschichte reicht Jahrzehnte zurück. Laborbefunde, ministerielle Schreiben, Gerichtsverfahren und Gutachten dokumentieren, dass das Thema Asbest schon lange vor den jüngsten Maßnahmen bekannt war.
Symbolbild
Chronologie
Drei Jahrzehnte. Eine offene Geschichte.
1994
Laborbefund aus Graz mit Nachweisen von Asbestfasern.
1995
Das österreichische Umweltministerium befasst sich schriftlich mit asbesthaltigem Schotter.
1999
Verwaltungsgerichtliches Verfahren zur Asphaltmischanlage im Tauchental.
bis 2026
Vier weitere Stationen: vom Rückruf asbesthaltigen Streusplitts bis zu den Stilllegungen und neuen Gutachten.
Wir recherchieren weiter
Haben Sie Informationen zur Asbest-Causa?
Hinweise zu Steinbrüchen, Lieferwegen, Schotter oder behördlichen Entscheidungen können helfen, offene Fragen zu klären. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular.
Menü
Die Causa
Staub. Macht. Geld. Verantwortung.
Im Zentrum steht Serpentinit, ein Gestein aus dem Rechnitzer Fenster, das natürlich gebildete Asbestminerale enthalten kann. Über Jahrzehnte wurde es in Steinbrüchen des Burgenlands abgebaut und als Schotter und Splitt verwendet.
Ende 2025 wurden vier Serpentinit-Steinbrüche stillgelegt. Seither beschäftigen neue Gutachten, eine Taskforce, Informationsbegehren und Auseinandersetzungen über rechtliche Grundlagen und Zuständigkeiten Behörden, Politik, Unternehmen und betroffene Menschen.
Die Recherche von exxtra24 führt nach Pilgersdorf, Bernstein, Badersdorf und Rumpersdorf und zu der Frage, die über allem steht: Was war wann bekannt, und welche Konsequenzen wurden daraus gezogen?
Das Gestein
Serpentinit aus dem Rechnitzer Fenster kann Asbestfasern enthalten. Bereits 1994 wies ein Labor in Graz solche Fasern in burgenländischem Schotter nach.
Die Entscheidungen
Ministerium, Gerichte und Behörden waren über die Jahre mit dem Thema befasst: vom Schreiben 1995 über Verfahren 1999 und ab 2008 bis zu Arbeitsplatzmessungen 2010 und 2011.
Die Verantwortung
Welche politische, wirtschaftliche und behördliche Verantwortung sich aus den dokumentierten Vorgängen ergibt, ist offen. Wir stellen diese Fragen, ohne Antworten vorwegzunehmen.
Die offenen Fragen
Was noch nicht geklärt ist
Diese Fragen leiten unsere weitere Recherche. Sie sind Fragen, keine Vorwürfe.
?
Wer verfügte zu welchem Zeitpunkt über welche Untersuchungsergebnisse?
?
Wohin wurde das Gestein über die Jahrzehnte geliefert?
?
Welche behördlichen Maßnahmen wurden wann getroffen?
?
Welche wirtschaftlichen und politischen Interessenkonflikte sind belegbar?
?
Welche Verantwortung ergibt sich aus den dokumentierten Vorgängen?
?
Welche weiteren Untersuchungen und Entscheidungen sind notwendig?
Transparenz
Wie wir recherchieren
Unsere Berichterstattung unterscheidet zwischen dokumentierten Tatsachen, Aussagen von Beteiligten, journalistischen Bewertungen und offenen Fragen.
Wir prüfen Hinweise, werten Unterlagen aus und geben Betroffenen Gelegenheit zur Stellungnahme. Wo Informationen nicht abschließend gesichert sind, machen wir diese Unsicherheit kenntlich.
Belege
Behauptungen müssen nachvollziehbar und überprüfbar sein.
Fairness
Gegenpositionen und Stellungnahmen gehören zur Recherche.
Transparenz
Offene Fragen werden als offene Fragen dargestellt.
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Chronologie 1994 bis 2026
Drei Jahrzehnte. Eine offene Geschichte.
Sieben Stationen, die die Causa prägen. Die Chronologie wird mit weiteren freigegebenen Dokumenten laufend ergänzt.
Springen zu
Station 1 von 7
1994
Laborbefund aus Graz
Ein Laborbefund aus Graz weist Asbestfasern in burgenländischem Schotter nach. Er zählt zu den frühen Dokumenten der Causa.
Station 2 von 7
1995
Schreiben des Umweltministeriums
Das österreichische Umweltministerium befasst sich schriftlich mit asbesthaltigem Schotter.
Station 3 von 7
1999
Verfahren zum Tauchental
Ein verwaltungsgerichtliches Verfahren betrifft die Asphaltmischanlage im Tauchental.
Station 4 von 7
2008–2010
Rückruf von Streusplitt
Asbesthaltiger Streusplitt wird zurückgerufen. Ein Verwaltungsverfahren schließt an.
Station 5 von 7
2010–2011
Messungen in Pilgersdorf
Im Steinbruch Pilgersdorf finden Arbeitsplatzmessungen statt. Die Asbestgefährdung wird behördlich bewertet.
Station 6 von 7
2025
Untersuchungen und Stilllegungen
Nach Untersuchungen werden vier Serpentinit-Steinbrüche stillgelegt.
Station 7 von 7
2026
Gutachten und Zuständigkeiten
Neue Gutachten, eine Taskforce, Informationsbegehren und Auseinandersetzungen über die rechtlichen Grundlagen und behördlichen Zuständigkeiten. Die Geschichte ist nicht abgeschlossen.
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Recherchearchiv
Die Recherchen. Die Dokumente. Die offenen Fragen.
Die bisherigen Veröffentlichungen von exxtra24 zur Asbest-Causa Burgenland, laufend ergänzt.
Historische BefundeBehörden & Politik
Die exxtra24-Serie · Teil 1
Die exxtra24-Serie, Teil 1: Asbest im Burgenland – Wie Behörden 30 Jahre lang wegsahen
Der Auftakt der exxtra24-Serie geht der Frage nach, wie Behörden über drei Jahrzehnte mit dem Asbest-Thema im Burgenland umgingen.
In dieser Kategorie sind noch keine Beiträge erschienen. Das Archiv wird laufend ergänzt.
Weitere Veröffentlichungen werden laufend ergänzt. Alle Beiträge öffnen sich auf exxtra24.at.
Dokumente und Belege
Dokumentiert. Nicht nur behauptet.
Unsere Recherchen stützen sich unter anderem auf Laborbefunde, behördliche Schreiben, Bescheide, Gutachten und öffentlich zugängliche Registerinformationen.
Historische Laboruntersuchungen
Veröffentlichung nach Freigabe
Schreiben von Ministerien
Veröffentlichung nach Freigabe
Behördliche Bescheide
Veröffentlichung nach Freigabe
Gutachten
Veröffentlichung nach Freigabe
Verwaltungsentscheidungen
Veröffentlichung nach Freigabe
Informationsfreiheitsantworten
Veröffentlichung nach Freigabe
Unser Grundsatz zur Veröffentlichung
Dokumente erscheinen hier erst, wenn sie freigegeben, rechtlich geprüft und für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Unterlagen von Informantinnen und Informanten werden nicht automatisch veröffentlicht, personenbezogene Angaben aus sensiblen Unterlagen nicht ungeprüft übernommen.
Menü
Dokumentenarchiv
Die Dokumente.
Ausgewählte Unterlagen zur Asbest-Causa Burgenland: Befunde, Berichte, Gutachten, Beschlüsse und Verträge, auf die sich unsere Recherchen stützen.
Wichtiger Hinweis
Das ist nicht alles.
Hier zeigen wir nur eine Auswahl der Unterlagen, die exxtra24 vorliegen. Weitere Dokumente werden nach rechtlicher Prüfung laufend ergänzt, vieles wird erst im Buch „ASBEST – Die Causa Burgenland“ (Februar 2027) vollständig ausgewertet.
OrdnerGoogle Drive
Befunde, Berichte und Gutachten
Laborbefunde, Untersuchungsberichte und Gutachten zur Asbest-Causa. Alle Dateien lassen sich direkt im Browser ansehen und herunterladen.
Das Archiv wird laufend erweitert. Dokumente erscheinen hier erst, wenn sie freigegeben und rechtlich geprüft sind.
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Autoren
Markus Posset und Rafael Haslauer
Erscheinungstermin
Februar 2027
Ein Projekt von
exxtra24 Investigative Recherchen
Das Buch zur Recherche
AsbestDie Causa Burgenland
Staub. Macht. Geld. Verantwortung.
Ein Laborbefund aus dem Jahr 1994. Ein Ministeriumsschreiben von 1995. Steinbrüche, in denen über Jahrzehnte Gestein abgebaut wurde. Und eine Asbest-Causa, die 2025 und 2026 Behörden, Politik, Unternehmen und betroffene Menschen beschäftigte.
Markus Posset und Rafael Haslauer rekonstruieren anhand von Dokumenten, Gutachten, Behördenentscheidungen und Aussagen von Beteiligten, was bekannt war, welche Entscheidungen getroffen wurden und welche Fragen weiterhin offen sind.
Ein investigatives Sachbuch über Wissen, wirtschaftliche Interessen, politische Verantwortung und die Grenzen behördlicher Aufarbeitung.
Noch nicht verfügbar. Die Vorbestellung wird freigeschaltet, sobald eine Bestellmöglichkeit eingerichtet ist.
Aus der exxtra24-Redaktion
Die Autoren
Markus Posset
Herausgeber · exxtra24
Herausgeber von exxtra24 und Autor der Investigativrecherche zur Asbest-Causa Burgenland.
Rafael Haslauer
Co-Herausgeber & Chefredakteur · exxtra24
Co-Herausgeber und Chefredakteur von exxtra24 und Autor der Investigativrecherche zur Asbest-Causa Burgenland.
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Hinweise an die Redaktion
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